Beim Blick aus einer engen Gasse nach oben sah ich einen wunderschönen Sonnenuntergang, den ich so aufnahm, dass ich ein Gleichgewicht zwischen dem Gebäude und dem Himmel schaffte.
Aufgenommen mit: GR DIGITAL III ●ISO100 ●1/1620sec. ●Blende 6.3 ●EV-0.3 ●Weißabgleich: MANUELL
An einer offenen Stelle fotografierte ich die schnell dahingleitenden Wolken. Durch die Baumspitze, die gerade noch zu sehen ist, wird die Weite des Himmels noch betont.
Zunächst müssen wir uns innerlich auf die Geschwindigkeit der Natur einstellen, dazu betrachten wir den Lauf der Wolken und gehen mit ihnen.
Schauen Sie hoch zum Himmel und wenn Sie im Geist ein "Oh!" ausrufen, dann drücken Sie auf den Auslöser.
Aufgenommen mit: GR DIGITAL III ●ISO100 ●1/870sec. ●Blende 7.1 ●EV-0.7 ●Weißabgleich: AUTO
Aufgenommen mit: GR DIGITAL III ●ISO100 ●1/710sec. ●Blende 7.1 ●EV-0.5 ●Weißabgleich: MANUELL
GR DIGITAL III ●ISO100 ●1/930sec. ●Blende 7.1 ●EV-0.3 ●Weißabgleich: AUTO
Es ist zwar wunderbar , einen klaren blauen Himmel anzuschauen, aber es ist kaum möglich, die dabei empfundene Stimmung auf ein Foto zu bannen. Deswegen empfehle ich, das Betrachten der Wolken zu kultivieren. Bei der Betrachtung eines weit offenen Himmels wird immer wieder eine Wolke auftauchen, die ein "Oh!" auslöst. Und genau das ist das Geheimnis gekonnter Himmelsfotografie: abzudrücken, wenn dieses "Oh!" kommt. Denken Sie nicht darüber nach, aus welchem Grund Sie gerade jetzt "Oh!" ausrufen möchten, drücken Sie einfach drauf. Machen Sie gleich mehrere Bilder mit verschienen Zoom-Einstellungen. Später können Sie immer noch auswählen, welches davon Ihre Stimmung in diesem Moment am besten wiedergibt.
Suchen Sie nach interessanten Wolkenformen
Aufgenommen mit: GR DIGITAL III ●ISO100 ●1/1000sec. ●Blende 6.3 ●EV-0.3 ●Weißabgleich: MANUELL
Wenn Sie eine Wolke sehen, deren Form Ihre Fantasie anregt, sollten Sie sie als erstes fotografieren. Suchen Sie dann etwas, das Sie mit der Wolke kombinieren können, und machen Sie noch eine Aufnahme. Wo ich stand, waren zu viele Dinge im Weg, wenn ich in horizontaler Richtung fotografiert hätte. Also habe ich senkrecht nach oben fotografiert und den Telefonmast mit der Wolke kombiniert.
Wenn Sie eine interessant geformte Wolke gefunden haben, eine Wolke, die Ihre Fantasie anregt, versuchen Sie einen Ausschnitt zu wählen, in dem diese Wolke das zentrale Element ist. Als nächstes schauen Sie sich um und suchen Sie ein geeignetes Bezugsobjekt—Baum, Blume, Gebäude, Hausdach etc.—das im Bild mit der Wolke kombiniert werden kann, um die Größe der Wolke zu zeigen und einen Maßstab anzubieten. Das Ergebnis wird dann ein Bild sein, das die Atmosphäre des Ortes und der Zeit einfängt, ja vielleicht sogar eine kleine Geschichte erzählt. Wenn Sie die Wolke aus verschiedenen Perspektiven und Winkeln fotografieren, wird am Ende ein Bild dabei sein, von dem Sie sagen werden "ja genau, das ist es!"
Machen Sie den Himmel zum beherrschenden Teil der Landschaft
Aufgenommen mit: GR DIGITAL III ●ISO100 ●1/810sec. ●Blende 7.1 ●EV0.0 ●Weißabgleich: AUTO
Am Wasser, wie zum Beispiel an Flüssen, Seen und dem Meer, können Sie bestens die ganze Ausdehnung des Himmels dokumentieren. Indem der Himmel einen Großteil des gesamten Fotos einnimmt, können Sie in Ihren Fotografien noch besser das Gefühl von Weite vermitteln.
Als der Weißabgleich auf Automatik gestellt war, empfand ich den Himmel ein wenig grau verwaschen. Ich wechselte daher zur Einstellung für Sonnenlicht und das Ergebnis war überzeugend: klares Blau und Weiß.
Bei der automatischen Belichtungseinstellung der Kamera wurden die Wolken zu weiß, so dass sie nicht richtig räumlich wirkten. Mit einer Belichtungskorrektur von - 0.5 konnte ich ihnen das wattige, bauschige Aussehen wieder zurückgeben.
Aufgenommen mit: GR DIGITAL III ●ISO100 ●1/1620sec. ●Blende 7.1 ●EV0.0 ●Weißabgleich: MANUELL
Aufgenommen mit: GR DIGITAL III ●ISO100 ●1/1150sec. ●Blende 7.1 ●EV+0.5 ●Weißabgleich: MANUELL
Wenn sich die Bildzusammenstellung zu sehr auf den Himmel konzentriert, wird alles am Boden meist zu dunkel und verliert viel an Detail. In diesem Bild hier wollte ich auch die Gebäude gut erfassen und wählte daher eine Belichtungskorrektur von +0.5.
Bei Aufnahmen im Auto-Modus wird der Himmel möglicherweise nicht im richtigen transparenten Blau wiedergegeben. Versuchen Sie es in diesem Fall mit einer Änderung der Weißabgleichs von Auto auf Tageslicht (Sonne). Dies sollte den verwaschenen Eindruck beheben und den Himmel in herrlichem Blau erstrahlen lassen. Wenn Sie außerdem die Bildeinstellung im Menübildschirm von Standard auf "Vivid" (lebendig) ändern, ist ein noch brillanteres Blau möglich. Ich persönlich wähle immer die Einstellung "Vivid", ganz gleich, ob ich Landschaften fotografiere oder Schnappschüsse mache.
Wenn Sie den Himmel fotografieren, können die Lichtverhältnisse sehr komplex sein und wenn Sie die Belichtung allein der Kamera überlassen, wird der Himmel meistens entweder zu hell oder zu dunkel. Wenn er zu hell ist, verlieren die Wolken ihr bauschiges, räumliches Aussehen. Wenn Sie beim Betrachten des Bildes auf dem Display feststellen, dass dies der Fall ist, wiederholen Sie die Aufnahme bitte mit der Belichtungskorrektur-Funktion. Eine Einstellung zwischen -0,3 und +0,5 sollte den Wolken wieder Tiefe verleihen.
In vielen Fällen unterscheiden sich der Himmel und die Objekte am Boden sehr stark in ihrer Helligkeit, so dass bei bevorzugter Berücksichtigung des Himmels die Objekte am Boden zu dunkel werden. Wenn Sie diese etwas aufhellen möchten, versuchen Sie es mit einer + Einstellung der Belichtungskorrektur, auch wenn dadurch etwas Himmelskontrast verlorengeht.
So fotografieren Sie Sonnenuntergänge in ihrer ganzen Pracht
Aufgenommen mit: GR DIGITAL III ●ISO200 ●1/620sec. ●Blende 6.3 ●EV-0.3 ●Weißabgleich: AUTO
Bei Sonnenuntergängen verändert sich das Licht laufend. Fotografieren Sie nicht nur den gesamten Himmel. Sehen Sie sich jeden Winkel an, und wenn Sie eine spannende Wolke finden, dann fotografieren Sie auch mal nur sie alleine. Vergessen Sie nicht, dass jeder Sonnenuntergang einmalig ist.
Aufgenommen mit: CX3 ●ISO200 ●1/1520sec. ●Blende 8.9 ●EV-0.3 ●Weißabgleich: AUTO
Sonnenuntergänge sind die Höhepunkte im Leben eines Himmelsfotografen. Wenn es abends allmählich dunkler wird, verlängert sich zwangsläufig die Belichtungszeit, d.h. Sie brauchen ein Stativ. Für eine kleine, handliche Kamera genügt jedoch ein ganz einfaches. Ein Stativ ist außerdem immer dann nötig, wenn Sie Teleaufnahmen mit einem Zoom-Objektiv machen, denn ohne Stativ lassen sich Verwacklungsunschärfen kaum vermeiden. Da jede Einstellung eine andere Rot/Gold-Balance ergibt, machen Sie am besten gleich mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Weißabgleich-Einstellungen von "Auto" über "Tageslicht" bis hin zu "bedeckter Himmel". Es ist wichtig, herauszufinden, welcher Modus am besten zum Sonnenuntergang eines bestimmten Tages passt. Wenn Sie den Weißabgleich nicht einstellen, verschenken Sie möglicherweise einiges an Ausdruckskraft des Sonnenuntergangs. Ich wähle meistens die Grundeinstellung "bedeckter Himmel" da in dieser Einstellung die Rottöne am lebendigsten sind.