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Ich betrachtete viele Fotos einzeln nacheinander. Sie waren alle sehr unterschiedlich und reichten von Stillleben oder Porträts bis hin zu großartigen Aufnahmen von Landschaften und Reisezielen. Sie ließen mich über die Vielfältigkeit der Fotografie nachdenken und gleichzeitig über ihre Möglichkeiten. In dieser Welt gibt es wahrscheinlich noch viele Dinge, die noch nie fotografiert wurden. In diesem Jahr sollten wir besonders anmerken, dass wir Juroren sehr von Arbeiten aus China und Taiwan angezogen wurden. Ich spürte, in ihnen liegen mehr Möglichkeiten für die Zukunft. Was aber alle eingereichten Arbeiten gemeinsam hatten, war, dass sie mit großem Vergnügen und Enthusiasmus aufgenommen wurden. Ich denke, das war das Allerspannendste und Liebenswürdigste.

Aufgrund des Themas "Strahlen" fanden sich in vielen Fotos Motive des Meers, der Sonne oder durch Wolken scheinende Lichtstrahlen. Viele Arbeiten waren technisch ausgefeilt. Doch sie alle wiesen darauf hin, dass diese Motive schon ursprünglich strahlten. Auf der anderen Seite wurden auch Arbeiten eingereicht, bei denen einem auffällt, dass auch sie einen Glanz ausstrahlen und wunderschön sind, je nachdem wie man sie betrachtet. Diese ließen mein Herz schneller schlagen. Während eine der Rollen der Fotografie darin liegt, schöne Dinge abzubilden, glaube ich, dass der Charme der gegenwärtigen Fotografie darin liegt, die Schönheit im Alltäglichen zu finden, tief mit ihr verbunden zu sein und sie in Fotos festzuhalten. Viele der aus dem Ausland eingereichten Werke waren von dieser Art und hinterließen bei mir einen nachhaltigen Eindruck.